| TOGO INFO-BLATT | 3. Jahrgang 2001 | 2. Ausgabe | April 2001 |
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In dieser Ausgabe
- Besuch von Premier Kodjo in den USA
- Konferenz der Sahel-Länder im Sudan
- Grenzenlos !!!
- Entente-Gipfel in Togo
- Präsident Eyadema erhält Auszeichnung durch das IOC
- EU gewährt Togo Kredit
- Internationale Linguistenkonferenz in Togo
- Projekt West-Afrika aus Marburg in Lomé angekommen
- Großangriff gegen die Wilderer
- Wiedereröffnung des Hotels Parc Fazao in Togo
- Offensive der Regierung gegen Korruption an den Grenzen
- Wichtige Ernennung in Togo
- Deutschlands Handelsbeziehung zu Togo
- Wichtig für unsere Leser !
- Auf den Spuren der Elefanten von Fazao
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Besuch von Premier Kodjo in den USA
Der tog. Premierminister Kodjo stattete den USA einen Besuch ab, und nutzte die Gelegenheit, um Gespräche mit Vertretern der Politik und der Finanzwelt zu führen. So wurde er von Mrs. Jendaye Frasier, Afrika-Beraterin der Busch-Regierung, zu einem Gedankenaustausch empfangen. Er besuchte ebenso die Hauptniederlassung des Corporate Concil of Afrika und sprach mit Vertretern der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds über die wirtschaftliche Situation in Togo.
Außerdem war Premier Kodjo Gast bei Overseas Private Investment Corporation sowie beim Internationalen Institut für die Förderung der Demokratie in der Welt. Der Besuch endete mit einer Besichtigung beim Time Magazine, bei der Washington Post und bei La Voix de l'Amerique, drei wichtigen Presseorganen der USA.
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Konferenz der Sahel-Länder im Sudan
Unter der Schirmherrschaft der OUA fand in Karthoum, der Hauptstadt Sudans, die 3. Konferenz der 16 Sahel-Länder statt. Diese Länder wollten neue Strategien zur Bekämpfung der Wüsteneffekte auf ihre Wirtschaft beschließen. Die Konferenz, an der mehrere andere Staatschefs auch teilnahmen, war wieder eine Gelegenheit, um die Vorgespräche über die Gründung der Afrikanischen Union voran zu treiben. Vor der Konferenz wurde der neugewählte Präsident Sudans, Omar Hassan El Béchir, vor Gästen aus dem Ausland und unzähligen Vertretern der Bevölkerung vereidigt.
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Grenzenlos !!!
Es wird doch bald Realität: Das, was die Togoer immer gehofft haben; und sie freuen sich riesig darauf. Am 25. März 2001 traten Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen dem "Schengener Abkommen" bei und damit entfielen die Passkontrollen an den Grenzen und die Visumspflicht für die Togoer.
Schöne Reise nach Skandinavien !
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Entente-Gipfel in Togo
Die Staatschefs der fünf Mitglieder des Conseil de l'Entente trafen zur Beratung über Sicherheit und Frieden in der Westafrikanischen Region zusammen. Bei diesem Treffen in Nordtogo ging es vor allem darum, Gedanken über die jüngsten politischen Entwicklungen in Côte d'Ivoire, über die Zukunft der westafrikanischen Währungszone UEMOA und die Ratifizierung der Charta der Afrikanischen Union auszutauschen. Der Conseil de l'Entente besteht aus Benin, Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Niger und Togo.
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Präsident Eyadema erhält Auszeichnung durch das IOC
Der tog. Staatspräsident erhielt von einer Delegation des Internationalen Olympischen Komitees das Verdienstkreuz für sein Engagement für den Sport und die Förderung der olympischen Ziele. Die Auszeichnung wurde ihm durch Herrn Juan Antonio Samaranch höchstpersönlich übergeben.
Dieser Zeremonie war der 36. Gipfel des Internationalen Olympischen Komitees vorausgegangen. Zum ersten Mal fand dieser Gipfel außerhalb Europas statt. Dass die Wahl gleich auf Togo fiel, ist eine große Anerkennung für die Infrastruktur und Hotelkapazitäten im Lande. An dem Gipfel nahmen alle Präsidenten der kontinentalen Verbände sowie der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Herr Samaranch persönlich teil.
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Zwei neue Botschafter in Lomé
Die neuen Botschafter Schwedens und Belgiens, MM. Lars Gustav Akström (59) und Josef Smets (43) haben große Erfahrungen in verschiedenen Entwicklungsländern gesammelt und wollen sich nun intensiv für die Verstärkung der bilateralen Beziehungen zwischen ihren Ländern und Togo einsetzen.
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Präsident Eyadema erhielt Auszeichnung aus Schweden
Der togoische Staatspräsident wurde am 13.01.01 durch den schwedischen Orden Militaire et Hospitalier Saint Lazare de Jerusalem für sein Engagement für Frieden in Afrika ausgezeichnet. Das Große Verdienstkreuz wurde ihm durch den Prinzen Andronic Cantacuzino und den Grand Chevalier Björn Petterson feierlich übergeben.
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EU gewährt Togo Kredit
Zur Verbesserung des Gesundheitswesens im südlichen Raum des Landes hat die EU Togo eine Finanzspritze in Höhe von 8 Mio. Euro gewährt. Laut Aussage des Planungsministers PRE, wird diese Subvention ermöglichen, die Bedürfnisse der Bevölkerung im sanitären Bereich teilweise decken zu können sowie die medizinische Forschung zu fördern. Zur Information: Etwa 30% der togoischen Bevölkerung lebt in der Hauptstadt Lomé, weil nur dort Arbeit, Geld und Brot zu finden sind.
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Internationale Linguistenkonferenz in Togo
Die 3. intern. Konferenz der Linguisten fand im Februar in Togo statt und wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth, der Humboldt-Stiftung und der Internationalen Gesellschaft für Linguistik organisiert. Ziel der Konferenz war es, die Wertstellungen der "Gur-Sprachen" zu erforschen und zu dokumentieren. Die Teilnehmer kamen aus Afrika, Deutschland, Frankreich, USA, Kanada und Togo.
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Projekt West-Afrika aus Marburg in Lomé angekommen
Ein Verein von 31 Medizinstudenten der Universität Marburg ist in Lomé eingetroffen. Diese Studenten wollen die im vorigen Jahr initiierte Zusammenarbeit zwischen der Universität Marburg und der togoischen Universität fortsetzen. Um dieser Zusammenarbeit Ausdruck zu verleihen, hatten sie 2 Tonnen Hilfsgüter mit einem Handelswert von 380.000 DM im Gepäck. Dieses Material soll im ganzen Lande an Krankenstationen verteilt werden. Die Medizinstudenten werden die Gelegenheit nutzen, um Heilmethoden der Tropenkrankheiten näher zu erkunden.
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Großangriff gegen die Wilderer
Schutz der Elefanten von Togo: in Fazao Malfakassa hat die Fondation Weber zum Großangriff gegen die Wilderer geblasen. Zur radikalen Bekämpfung dieser Plage hat sie ein leichtes, lärmarmes Flugzeug angeschafft und einen Piloten angestellt, der von nun an zu jeder Tageszeit das riesige Parkgebiet nach Wilderern absucht und im Ernstfall sofort per Radio die Parkwächter alarmiert. Es ist ihr Ziel, mit den Wilderern bis zum kommenden Frühling total aufzuräumen. Die Sympathie der Einheimischen für dieses Projekt, insbesondere der Dörfer rings um den Park, ist dabei ein unerlässliches Element. Nur mit dem Goodwill und der überzeugten Zusammenarbeit der einheimischen Parkanrainer lässt sich der Schutz dieses schönen Wildreservats in Westafrika auf Dauer sicherstellen.
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Wiedereröffnung des Hotels Parc Fazao in Togo
Aus der Erkenntnis, dass die Wiedereröffnung des Hotels Parc Fazao im Zeichen der schweizerisch - togoischen Freundschaft steht, wurde das zauberhafte, mitten im Dschungel gelegene Hotel "Parc Fazao", das der großen Dorfgemeinschaft von Fazao eine gesicherte Existenz erlaubt, total renoviert und im November 2000 feierlich eingeweiht, ein wichtiger Schritt zur nachhaltigen Rettung der Elefanten von Fazao durch die Fondation Weber.
In dem Hotel freut sich auf Sie eine tüchtige und freundliche Mannschaft, die Sie gerne empfängt und Sie auf togoisch liebenwürdige Art verwöhnt. Das Hotel hat 25 komfortable Bungalows mitten in einem afrikanischen Garten. ein großes Schwimmbad, kühle Terrassen und blühende Laubengänge, elegant- gemütliches Restaurant und Bar mit afrikanischer Atmosphäre. Die Früchte des Landes, Bananen, Ananas und Mangos sind von köstlichem Geschmack.
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Offensive der Regierung gegen Korruption an den Grenzen
Die Regierung hat die Bevölkerung dazu aufgefordert, alle Korruptionsversuche an den Grenzen durch die Beamten unverzüglich anzuzeigen. Es war traurigerweise festgestellt worden, dass die Personen, die nicht bereit waren, große Summen an den Landesgrenzen zu zahlen, ohne weiteres zurückgewiesen wurden. Dieses Benehmen hinderte viele Bürger der Ecowas-Länder, ihr Recht auf Freizügigkeit in Anspruch zu nehmen. Ein Ausschuss zur Bekämpfung der Korruption auf Landesebene wurde per Erlass durch das tog. Kabinett gegründet.
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Wichtige Ernennung in Togo
Der Botschafter der Republik Togo in Ghana, S.E. Assiongbor Folivi, wurde per Dekret zum Generalsekretär des Präsidialamtes mit Rang eines Ministers ernannt.
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Deutschlands Handelsbeziehung zu Togo
Jahr Einfuhr aus Togo in DM Einfuhr nach Togo in DM 1994 7.793.000 28.646.000 1995 2.831.000 39.190.000 1996 3.566.000 52.919.000 1997 10.464.000 62.600.000 1998 2.776.000 57.045.000 1999 4.464.000 52.637.000 Quelle: Statistisches Bundesamt
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Wichtig für unsere Leser !
Unsere Webseite www.togo.de ist nun mit dem Hauptprovider von Homepages in Togo verbunden. Falls Sie weitere Meldungen über und zu Togo suchen, rufen Sie folgende Seite auf: www.cafenet.tg
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Auf den Spuren der Elefanten von Fazao
Im Januar dieses Jahres waren Herr Konsul H.A. Fohs und seine Ehefrau auf einer Inspektionsreise im Nationalpark Fazao. Dort trafen sie sich mit Frau Weber von der Fondation Franz Weber aus Montreux (Schweiz). Diese Stiftung betreut den Nationalpark. Hier ein Bericht von Frau Weber:
Es gibt sie, die Elefanten...
Das Fest ist zu Ende. Die Tänzer sind durch die Laubengänge fortgezogen: "Das Tier, der Jäger, der Zauberer" und ihr Gefolge. Die irre Musik und die dumpf pochenden Rhythmen des Tam-Tam verlieren sich in der Ferne. Das ganze wundervolle Bild der schwarzen, in glühenden Farben gekleideten Menge der Dorfbewohner, die noch eben die spiegelnde Fläche des Schwimmbeckens umstanden, hat sich aufgelöst wie ein Spuk. Es ist spät und morgen heißt es früh aufstehen, aber die afrikanische Nacht hält uns noch auf der Terrasse gefangen mit ihrem lauwarmen Hauch, ihren flüsternden Stimmen, ihrem Duft von unbekannten Blüten, die sich im Mondlicht entfalten.
Aus dem Dunkel der äußeren Pergola tauchen drei hagere, hochgewachsene Gestalten in langen, weißen Gewändern auf und kommen auf nackten Füssen lautlos über die Steinfliesen geschritten. Es ist eine Delegation von Bauern aus der Nachbarschaft, und ihre düster anklagenden Mienen verheißen nichts Gutes. Sie wollen sich nicht setzen; stehend, wortreich und mit eindrücklichen Gesten geben sie zu verstehen, dass es sich um eine Beschwerde handelt. Zwar beginnen sie mit den höflichsten und verbindlichsten Gesundheits- und Segenswünschen, doch ihre Stimmen beben vor Erbitterung und Aufregung. Apollinaire, der Sekretär der Stiftung übersetzt. Wir vernehmen, dass aus der "Fauna" - wie die Einheimischen den Nationalpark Fazao-Malfakassa nennen - Elefanten ins Dorfgebiet eingedrungen seien, wo sie Bäume ausgerissen und sich an den Ignam- und Maniokfeldern vergriffen hätten, obwohl diese Tag und Nacht bewacht gewesen seien. Beträchtlicher Schaden sei entstanden, Arbeit von Wochen sei zunichte gemacht worden. Wohl seien die Elefanten jetzt in die Fauna zurückgewandert, aber die Bauern möchten wissen, ob und in welchem Ausmaß die "Fondation Franz Weber" ihnen über den Verlust hinweghelfen werde.
Ein paar Augenblicke lang herrscht eine unheilschwangere Stille. Aber die brenzlige Situation entspannt sich schlagartig, die finsteren Gesichter erhellen sich sofort, als ich spontan unsere Hilfe zusage und ankündige, dass der Schaden am anderen Tag festgestellt und angemessen reguliert werde. Im Namen der Dorfgemeinschaft versichern uns die drei Delegierten ihre Freundschaft sowie ihre unverbrüchliche Liebe zu den Elefanten und begeben sich nach vielen Freude- und Dankbezeugungen majestätisch von dannen.
Was die Bauern uns soeben berichtet haben, versetzt mich in einen Zustand höchster Erwartung. Sie sind also da, sie sind vielleicht ganz in der Nähe, die berühmten Elefanten, die ich bisher nur auf Bildern gesehen habe. Mein Traum, wilden Elefanten leibhaftig im Dschungel zu begegnen, kann morgen in Erfüllung gehen !Am nächsten Tag im Morgengrauen, auf der Fahrt zum "Treffpunkt der Paviane", dem Dschungelrestaurant am Fuß des mystischen Berges Mont Kpeya, zeugen immer wieder ausgerissene Bäume mit ihrem noch grünen Laub an den geknickten Zweigen, tiefe Fußspuren und frische Exkremente vom kürzlichen Durchzug der Elefanten. Doch unsere viele Stunden dauernde, sorgfältige Suche nach den Dickhäutern bleibt vergeblich. Eine bittere Enttäuschung, über die uns auch der Anblick der würdevollen, zornig bellenden Paviane, der prächtigen Antilopen und Springböcke, die sich offensichtlich ganz ohne Angst in den Lichtungen zeigen, nicht hinwegtröstet. Wo sind sie, die Elefanten von Fazao? Ich kann unmöglich ohne Bilder von ihnen nach Europa zurückkehren und es bleibt mir nur noch ein Tag Zeit !
Sie sind wachsam, listig und schnell, unsere grauen Brüder. Zudem ist das Parkgebiet unüberschaubar und die Zeit wie immer viel zu kurz. Wie soll ich meinen Auftrag erfüllen, wenn mir nicht das Glück zu Hilfe kommt?
Gegen Abend trifft die Kunde im Hotel Fazao ein, dass die Elefanten im Norden des Parks in einer unzugänglichen Schleife des Flusses Mô gesichtet worden seien. Werde ich sie jetzt endlich mal sehen?
Eine "graue Riesenlibelle"
Und dem Glück hilft Franz Weber selber nach. Von Montreux aus hat er Oberst Ernest Gnassingbé, den Sohn des Staatspräsidenten, angerufen, hat Ihm das Problem erklärt.
Und Oberst Gnassingbé hat zugesagt, morgen früh Punkt acht Uhr einen Militärhelikopter von Lomè heraufzuschicken, mit Sicherheit die einzige Möglichkeit, in der kurzen, verbleibenden Zeit den Elefanten nahe zu kommen.Pünktlich 8.00 Uhr am nächsten Morgen landet die imposante "graue Libelle" auf der Spielwiese des Dorfes. Eine Besatzung, die zur Elite der tog. Armee gehört, nimmt uns in Empfang. Im Handumdrehen sind wir in den Sitzen festgeschnallt, sind Kopfhörer und Mikrofon befestigt und funktionieren - schon hebt sich die mächtig surrende Libelle senkrecht in eine schwindelnde Höhe, dreht zwei weite Runden über Hotel und Dorf Fazao und fliegt dann gerade aus nach Norden.
Es ist Trockenzeit, ein Dunstschleier hängt in der Luft, das Sonnenlicht ist fahl und die Farben der Vegetation gedämpft. Ein unendlicher Teppich von mattem Grün und Ocker gleitet Kilometer um Kilometer unter uns hinweg. Flugkapitän NYONATO erklärt durch das Mikrofon die Route. "Wer zuerst die Elefanten sieht, stiftet eine Flasche Champagner !"
Er lacht mit blitzend weißen Zähnen in dem schwarzglänzenden Gesicht. "Aber es wird noch eine Weile dauern, es ist weit bis zum Mo".Lebende Felsblöcke
Nach einiger Zeit zeigen sich ungewöhnliche helle Linien in gleichmäßigem Muster der unter uns hinströmenden Landschaft. "Elefantenpfade!" beantwortet der Kapitän meinen fragenden Blick. Gleichzeitig erkenne ich auch das Flussbett des Mô, das im Unterschied zur übrigen Vegetation von leuchtend grünen Baumkronen und Gebüsch gesäumt, aus anmutigen Schleifen und Krümmungen in die Landschaft gebettet, liegt. In einigen dieser Schleifen schimmert sogar in dieser Jahreszeit noch Wasser, Gründe von graugrünem Gras breiten sich aus - und dort! - was bewegt sich dort zwischen den Büschen? - Nein, es sind keine Felsblöcke!
Es sind Elefanten !Unsere Elefanten!
Der Helikopter neigt sich zur Seite und geht in den Sinkflug. Ich packe die Kamera, die klickbereit auf meinen Knien liegt. Gleich darauf sind die Elefanten ganz nah, ich kann sie fast mit Händen greifen und Ihr Anblick ist derart überwältigend, Ihre physische Nähe derart umwerfend, dass mir einen Augenblick lange das Herz stillsteht und alles vor den Augen verschwimmt. Doch ich reiße mich zusammen, umklammere die Kamera - klick, klick - es gilt, diese Momente, diese Bilder festzunageln, wenn nur das Licht besser, die Luft nicht so dunstig wäre, aber egal - klick, klick, klick - was für phantastische Wesen - ein paar ganz, ganz kleine dabei - ein gewaltiger Bulle mit riesigen Stoßzähnen bis auf die Erde auch.
Es ist eine Herde von mindestens vierzig, wie ich sehe, sie zerstreuen sich, finden sich wieder zusammen wie in einem seltsamen Reigen, schlagen den Weg zum Wasser im Gänsemarsch ein.Ich habe neunzehn Aufnahmen. "Lassen wir sie jetzt", sage ich zum Kapitän. "Ja, lassen wir sie in Ruhe", spricht er durchs Mikrofon und steigt sofort wieder hoch. Das ergreifende Bild der sich wieder ordnenden Herde unter uns wird schnell kleiner, entschwindet unseren Blicken, ist bereits Vergangenheit.
Unsere Elefanten. Sie leben und ziehen Junge auf, sie haben eine Zukunft - auch für Togo und ganz Westafrika !