| TOGO INFO-BLATT | 3. Jahrgang 2001 | 1. Ausgabe | Februar 2001 |
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In dieser Ausgabe
- Vorwort der Redaktion
- Parlamentswahlen in Togo im Oktober
- Universität von Togo hat einen neuen Namen
- Neue Kathedrale in Kara
- Deutscher Prominenter Abgeordneter besuchte Togo
- Meeting der togoischen Honorarkonsule in Lomé
- Zwei neue Botschafter in Lomé
- Präsident Eyadema erhielt Auszeichnung aus Schweden
- Kampf der Armut in Togo
- Außenminister Panou in Paris und Brüssel
- OUA-Gipfel in März in Lybien
- Neue Freihandelszone in Nordtogo
- Hilfsaktion Togoville e.V.
- Die aktuelle Regierungsliste
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Vorwort der Redaktion
von Gabin Kouévi ANANOU, Chef-Redakteur
Machen wir uns an die Arbeit!
Für die Entwicklung des Vaterlandes müssen sich alle Bürger wieder an die Arbeit machen. Nur dadurch kann das Land wieder ein besseres Image erlangen. Die Arbeit - haben wir gelernt - befreit den Menschen, gibt ihm eine Würde und eine materielle Befriedigung. Wenn wir eine stärkere Demokratie aufbauen wollen, müssen wir alle durch den täglichen Fleiß und das tägliche Engagement zeigen, dass die Entwicklung Togos jeden Einzelnen angeht. Die Korruption, diese abscheuliche Seuche, muss mit aller Härte auf allen Ebenen in Togo bekämpft werden. In seiner Neujahrsansprache hat der Staatspräsident Eyadema besonders darauf hingewiesen.
Deshalb soll das Thema
"Arbeiten für unser Vaterland"
das Leitmotiv für die nächsten Wählkämpfe sein. Europa, das wir so beneiden, ist zwar mit ein wenig Glück, vor allem aber durch viel Arbeit aufgebaut worden! Mit der Verkündung des Wahltermins gehen alle Parteien wieder ins Rennen. Jeder Politiker werde zeigen wollen, er habe das bessere Programm für die Entwicklung des Landes. Was nützt ein Programm, wenn die Bürger nicht gewissenhaft arbeiten.
Was nützt ein Wahlsieg, wenn man in alte Strukturen zurückfällt?
Deshalb ist es notwendig, dass alle Parteien, egal wie sie in Togo heißen, die Bürger dazu auffordern, für ihr Vaterland Togo zu arbeiten. Die Zukunft unserer Kinder hängt davon ab.
Die Redaktion
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Parlamentswahlen in Togo im Oktober
Jetzt ist es endlich amtlich: die nächsten vorgezogenen Parlamentswahlen in Togo werden durch die Unabhängige Wahlkommission im Oktober abgehalten. Dies verkündete die Kommission in Lomé. Die Verkündung dieses Termins ist ein weiterer Meilenstein im Rahmen des politischen Versöhnungsprozesses in Togo. Der Staatspräsident wird in den nächsten Monaten das jetzige Parlament auflösen. Um die 71 Sitze im Parlament ringen etwa 20 politische Parteien. Der erste Wahlgang findet am 14. Oktober und der 2. Wahlgang am 28 Oktober 2001 statt.
Vor etwa 2 Wochen hat das togoische Parlament den Finanzierungsrahmen für die Wahlen auf eine Milliarde FCFA festgelegt. Die Abhaltung der Wahlen ist die einzige Bedingung der EU für die Wiederaufnahme der Beziehungen mit Togo. Aber Togo erwartet auch für die Finanzierung der Wahlen Unterstützung aus Brüssel. M. Romano Prodi, Präsident der Europäischen Kommission, der eine togoische Delegation empfing, versicherte Togo einen finanziellen Beitrag für die Wahlen.
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Universität von Togo hat einen neuen Namen
und heißt nun schlicht und einfach Université de Lomé (www.ub.tg). Diese Namensänderung war notwendig, weil es zu Verwechselungen zwischen der Universität vom Nachbarland Benin und von Benin City in Nigeria gekommen war.
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Neue Kathedrale in Kara
Am 31.12.2000 wurde die neue Kathedrale der Diözese Kara eingeweiht. Mit einer Größe von 1256 m² und 2500 Plätzen wurde sie mit finanzieller Hilfe in Höhe von 1,5 Millionen DM aus deutschen, italienischen und französischen Diözesen erbaut. Der Staatspräsident persönlich und viele Regierungsmitglieder nahmen an der Zeremonie teil.
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Deutscher Prominenter Abgeordneter besuchte Togo
Der deutsche Bundestagsabgeordnete Dr. Karl-Heinz Hornhues hat Anfang Januar 2001 Togo besucht, um sich ein Bild von der politischen Entwicklung des Landes zu machen. Bei seinem Aufenthalt in Togo hatte Pr. Hornhues Gespräche mit dem Staatspräsidenten Eyadéma, dem Parlamentspräsidenten Natchaba und mit weiteren Politikern geführt.
Pr. Hornhues traf im Oktober vergangenen Jahres den Staatspräsidenten Togos während seines Besuches in Berlin und unterhielt sich mit ihm über die Projekte der Afrikanischen Union. In Lomé trug er insbesondere das Berufsbildungsprojekt der Hans-Seidel-Stiftung vor, das als Symbol der besonderen Beziehungen zwischen Bayern und Togo zur Zeit von Ministerpräsident Strauß galt.
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Meeting der togoischen Honorarkonsule in Lomé
Um die Rolle der Honorarkonsule der Republik Togo in der Bundesrepublik herauszustellen, fand am 11. Januar auf Einladung des togoischen Außenministers ein Treffen der Konsule in Lomé statt. Bei diesem Treffen saßen die Gäste dem Außenminister Koffi Panou und seinen engsten Mitarbeitern gegenüber. Gemeinsam wollten sie Bilanz über die jeweiligen konsularischen Aktivitäten ziehen und gleichzeitig neue Wege zur Verstärkung der Rollen der Honorarkonsule erörtern.
Die Honorarkonsule wurden ausdrücklich gebeten, die Produkte Made in Togo in ihrem jeweiligen Amtsbezirk publik zu machen sowie die Werte der togoischen Kultur und die politische Entwicklung Togos mit zugestalten und mitzutragen.
Zum Schluss des Arbeitstreffens herrschte Einigkeit darüber, dass solche Begegnungen öfter stattfinden sollten.
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Zwei neue Botschafter in Lomé
Die neuen Botschafter Schwedens und Belgiens, MM. Lars Gustav Akström (59) und Josef Smets (43) haben große Erfahrungen in verschiedenen Entwicklungsländern gesammelt und wollen sich nun intensiv für die Verstärkung der bilateralen Beziehungen zwischen ihren Ländern und Togo einsetzen.
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Präsident Eyadema erhielt Auszeichnung aus Schweden
Der togoische Staatspräsident wurde am 13.01.01 durch den schwedischen Orden Militaire et Hospitalier Saint Lazare de Jerusalem für sein Engagement für Frieden in Afrika ausgezeichnet. Das Große Verdienstkreuz wurde ihm durch den Prinzen Andronic Cantacuzino und den Grand Chevalier Björn Petterson feierlich übergeben.
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Kampf der Armut in Togo
Der tog. Premier Kodjo hat einen Ausschuss bestellt, der eine neue Strategie zur Reduzierung der Armut in Togo erarbeiten soll. Der Ausschuss, der ihm persönlich untersteht, besteht aus Vertretern der Regierung, der Gewerkschaften und der NGOs, der Handwerks- und Handelskammern.
Bei der Strategie handelt es sich um ein wirtschaftliches Konzept zur Beschaffung von neuen Arbeitsplätzen. Das alles ist nur durch die Förderung der privaten Wirtschaft, der Stellung der Frauen in der Gesellschaft und der juristischen Garantie für ausländische Investoren möglich. Dieses Vorhaben wird durch die Weltbank und die Internationalen Währungsfonds unterstützt.
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Außenminister Panou in Paris und Brüssel
Der tog. Außenminister Koffi Panou hat wichtige Gespräche mit Minister Josselin in Paris und Minister Michels in Brüssel über die jüngste politische Entwicklung in Togo und in der dem. Republik Kongo geführt. Mit der Verkündung des Wahltermins für Oktober erhofft die togoische Regierung eine relative Normalisierung der seit 1993 eingefrorenen Entwicklungshilfe.
Mit der Machtübernahme von Joseph Kabila in Kongo ist eine neue politische Hoffnung geboren, nachdem der neue Präsident seine Gesprächsbereitschaft mit den Rebellen signalisiert hat. Togo als Vorsitzender der Afrikan. Ländergemeinschaft (OUA) ist aktiv bei der Lösungssuche für das ehemalige Zaire.
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OUA-Gipfel in März in Lybien
Die Vorbereitungen für die 73. Ministerkonferenz der OUA findet Anfang März in Syrtre (Lybien) statt. An der Tagesordnung stehen vor allem die Haushaltsfragen, aber sicherlich werden auch politische Themen unumgänglich sein.
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Neue Freihandelszone in Nordtogo
Anfang Januar hat der Staatspräsident eine zweite Freihandelszone in Kara feierlich mit der Niederlassung einer Filiale der Firma NINA eröffnet. In der Freihandelszone von Lomé sind bereits 50 Unternehmen mit Niederlassungen und einem jährlichen Umsatz von 500 Milliarden FCFA etabliert. Dort wurden bereits 7 000 Arbeitsplätze geschaffen.
Die Einrichtung einer zweiten Freihandelszone in Nordtogo soll die Landflucht in die Hauptstadt Lomé stoppen.Nach oben
Wir stellen vor:
Hilfsaktion Togoville e.V.
1994 kam Togbui Baya Mlapa aus Togo nach Deutschland. Als königlicher Nachfolger der ehemaligen deutschen Kolonie suchte er nach jeglicher Hilfe für seine Region. Seine Sprachschwierigkeiten führten ihn zufällig mit Herrn Philippe Holveck von der BBB (Badische Beamtenbank) Karlsruhe zusammen, der als Dolmetscher zunächst behilflich war. Aus beiderseitiger Sympathie wurde schon wenig später eine Freundschaft.
In vielen Gesprächen wurde die Not dieses kleinen westafrikanischen Landes mit ca. 5 Millionen Menschen immer wieder besprochen. Togoville, 35 km östlich der Hauptstadt, zählt ca. 12000 Einwohner, davon 4500 Kinder, die größtenteils keine Schule besuchen können.
Um den vielfältigen Problemen mit erster konkreter Hilfe zu begegnen, startete Herr Holveck privat die Sammlung "Brillen für Togo". Der Grund: schlechte Wasserqualität verursacht Sehstörungen, die mangels finanzieller Mittel und medizinischer Versorge kaum behoben werden können. Die "Wegwerfgesellschaft" in der Bundesrepublik ermöglichte die sofortige Hilfe durch Sammeln von Brillen in jeglicher Form auf kostenlose Weise.In wenigen Monaten konnten 7000 Brillen zusammengetragen werden, da die Hilfsbereitschaft im Verwandten-, Bekannten- und Kollegenkreis sowie die Unterstützung von Presse und Rundfunk diese Ergebnisse ermöglichten.
Ende 1995 konnte sich Herr Holveck anlässlich einer Privatreise nach Togo von dem Erfolg seiner Hilfsaktion überzeugen. Die erlebte Not und das dortige Leid ließen ihn einen Verein gründen, der 1996 als gemeinnütziger Verein anerkannt wurde, um den Transport von Hilfsgütern verschiedenster Art und von Medikamenten, die Übernahme von Kinderpatenschaften und das Gestalten weiterer, gezielter Projekte besser organisieren zu können.
Mit einem Kostenbeitrag von DM 5,- können Sie Mitglied werden. Beiträge und Spenden sind steuerabzugsfähig.
Kontakt:
Philippe Holveck
Brahmsweg 8
76448 Dumersheim
Tel: 07245 93 7918
Fax: 07245 93 79 88
E-mail: info@togoville.org
Internet: www.togoville.orgNach oben
Die aktuelle Regierungsliste
S.E. Messan KODJO
Premierminister, RegierungschefS.E. General Seyi MEMENE
Justizminister, zuständig für die Förderung der Demokratie und des RechtstaatesS.E. General Assani TIDJANI
VerteidigungsministerS.E: Koffi PANOU
Minister des Auswärtigen und der wirtschaftlichen ZusammenarbeitS.E. Sizing WALLA
Minister des Innern, der Sicherheit und der DezentralisierungS.E. Joseph Kokou KOFFIGOH
Minister für Regionale Integration, zuständig für die Beziehungen zwischen Regierung und ParlamentS.E. Tchamdja ANDJO
Minister für Bergbau, Energie, Postwesen und TelekommunikationS.E. Koffi SAMA
Minister für Erziehung und WissenschaftS.E. Tankpadja LALLE
Minister für Wirtschaft, Finanzen und PrivatisierungS.E. Koffi ADADE
Minister für Umwelt und FortwirtschaftS.E. Simfétchéou PRE
Minister für Planung, Raumordnung, Wohn- und StädtebauwesenS.E. Kokou TOZOUN
ArbeitsministerS.E. Dama DRAMANI
Minister für Handel, Industrie, und TransportwesenS.E. Charles Kondi AGBA
GesundheitssministerS.E. Komipkine BAMNANTE
Minister für LandwirtschaftS.E. Irène Ashira ASSIH
Minister für Soziales, Frauenförderung und KinderschutzS.E. Kossi ASSIMAIDOU
Minister für Tourismus und FreizeitwesenS.E. Bawa SEMEDO
BildungsministerS.E. Komi KLASSOU
Minister für Kultur, Sport und JugendI.E. Frau Angèle AGUIGAH
Ministerin für die Förderung der Privaten Wirtschaft.